Server Tycoon – Kickstarter-Kampagne für (virtuelles) Rechenzentrum

Wer schon immer von einem eigenen Rechenzentrum geträumt hat, aber nicht über das nötigte Geld verfügt, für denn könnte zumindest virtuell der Traum bald in Erfüllung gehen. Allein ein paar weitere Träumer fehlen, damit das italienische Entwicklerteam Gamify Labs die angestrebten 100.000 € für die Finanzierung von Server Tycoon zusammenbekommt.

Wie üblich bei solchen Spielen, werden wir auch in Server Tycoon mit einem kleinen Rechenzentrum anfangen, das wir über die Zeit immer weiter ausbauen können, bis wir schließlich über ein weltweites Rechenzentrum-Imperium verfügen. Dazu kaufen wir Hardware und beschäftigen Techniker, die unsere Systeme einrichten und warten. Wird die Konkurrenz zu mächtig, dann können wir durch einen Angriff die feindlichen Server lahmlegen. Unsere eigenen werden durch eine Firewall geschützt, die wir durch selbst programmierte Scripts erweitern können.

Für den Fall, dass mehr als die benötigten 100.000 € zusammenkommen sollten, haben die Entwickler auch bereits einige Stretch-Goals vorbereitet. Darunter ein Aktienmarkt, die Übersetzung des Spiels in mehrere Sprachen, ein virtueller Rundgang durchs eigene Rechenzentrum mit Oculus Rift und „Real Services“. Bei den echten Services soll jeder im Spiel aufgestellte Server eine echte Adresse bekommen (z.B. servertycoon.com/addr/0x6a5). Bei Erreichen eines weiteren Stretch Goal könnten unter dieser Adresse einfache Webseiten gehostet werden. Über ein öffentliches Onlineformular können die Stretch-Goals aktuell, durch die Zuordnung zu den einzelnen Zielbeträgen, bewertet werden.

Was auf den ersten Blick solide klingt, hat durchaus seine Schattenseiten. Die Entwickler sind blutige Anfänger, die bisher nur in ihrer Freizeit Spiele entwickelt haben. Auch sollte das Spiel zunächst kostenlos angeboten werden und sich durch Werbung und Kaufoptionen finanzieren. Aufgrund der Resonanz der Interessenten und Backer haben die Entwickler aber mittlerweile angekündigt, dass Server Tycoon nun ein normales Retail Produkt werden soll. Aktuell steht auf der Kickstarter Seite aber noch immer, dass mit der virtuellen Währung „Floppy Credits“ optische Modifikationen, DNS Services (/addr/0x1234 -> /yourcompanyname) und Scripte zum automatischen Erwirtschaften von ingame Währung gekauft werden können. Auch als Belohnung für die Unterstützer werden die „Floppy Credits“ weiterhin beworben. Also entweder haben die Entwickler die Kaufoption für Zusatzinhalte noch nicht ganz aufgegeben oder einfach die Kickstarter Seite nicht aktualisiert.

Bis zum 10. März 2016 haben die Entwickler noch Zeit die benötigten 100.000 € über Kickstarter zusammenzubekommen. Stand heute würde das Projekt mit nur 398 Unterstützern und einer Summe von 16.917 € nicht finanziert werden. Sollten die Entwickler das angestrebte Ziel noch erreichen, dann würde das für Windows, Mac OS, iOS und Android angekündigte Spiel im November 2016 an die Unterstützer ausgeliefert werden.

SERVERPEDIA – Das neue Server Blog

Lange Zeit habe ich mich gefragt, wie ich diesen Blog anfangen soll. Nicht nur, dass einem die Idee dazu kommen muss, auch Name und Domain erscheinen nicht von selbst. Dazu noch die quälende Frage, welches Thema der erste Beitrag haben soll.

Um die passende Antwort zu finden, überlegte ich, ob ich direkt ins kalte Wasser springen sollte und mit einem Thema wie z. B. „Was ist Linux?“ anfange oder einfach einen kurzen Beitrag über meine Pläne und Gedanken zu diesem Blog veröffentliche. Um für mich selbst diese Frage beantworten zu können, habe ich überlegt, welcher Beitrag in ein paar Jahren, wenn ich oder andere zurückschauen sollten, einen besseren Eindruck hinterlassen würde. Direkt mit einem Thema zu starten wollte mir einfach nicht gefallen, denn schließlich stellt der erste Beitrag eine Art Eröffnung für den Blog da und an eine solche erinnert man sich ja eigentlich gerne. Sei es der neue Supermarkt, der mit tollen Angeboten und Aktionen lockt oder das neue Schwimmbad, das durch eine Rede des Bürgermeisters mit anschließendem Fest eingeweiht wird. Aber passende Ideen für einen Eröffnungsbeitrag, in dem ich das Kommende anpreise, wollten mir einfach nicht einfallen.

Bedeutet das Fehlen einer imposanten Rede und traurige schauen, statt Feiern etwa, dass ich bereits gescheitert bin und aus SERVERPEDIA nie etwas Großartiges werden wird? Nein, dass glaube ich nicht! Viel mehr hoffe ich, dass das was ich hier nun hinterlasse in einigen Jahren, soweit es da SERVERPEDIA noch gibt, bei einigen für Erstaunen über meine dann damaligen Gedanken sorgen wird. Wobei viele sich sicherlich fragen werden, ob ich nicht einfach über die Themen des Blogs hätte schreiben können. Aber nur zu sagen, dass sich Leser hier auf Anleitungen, Videos und investigative Berichte aus den Themenbereichen der Linuxwelt, der Serveradministration, des Datenschutz und dem Web im Allgemeinen freuen dürfen, wäre einfach zu gewöhnlich gewesen.